Sommer-Saison 2018 – Wir haben geöffnet

„Ich freu’ mich riesig, dass es jetzt wieder losgeht!“ Gemeindewerkschefin Ingrid Haberl strahlt übers ganze Gesicht, als sie beim Pressegespräch über das frisch aufpolierte Freibadgelände blickt. Bis auf kleinere Ausbesserungsarbeiten und der behördlichen Wasseruntersuchung – die Vorproben lassen auf eine einwandfreie Qualität schließen – ist alles startklar für die Eröffnung der Sommersaison am morgigen Freitag, 18. Mai.

Badebetriebsleiter Johannes Meyer und sein Team haben in der rund fünf Wochen dauernden Revisionsphase ordentlich geschuftet, um die Freianlagen nach der Winterpause wieder auf Vordermann zu bringen. „Die Zeit braucht man einfach. Wenn ein Bad nicht gepflegt wird“, sagt Meyer, „dann wird es marode.“ Unter anderem wurden im Rutschbecken kaputte Fließen ausgetauscht und den Betonfassaden im Außentreppen- und Eingangsbereich neue Anstriche verpasst. Auch an den Sprungtürmen wurde fleißig gepinselt. Das Ganze lief ohne Malerfachfirma ab. „Das haben wir alles selbst gemacht und damit rund 15 000 Euro gespart“, berichtet Meyer stolz. Apropos Kosten: Ziel der Gemeindewerke ist es, den Personalaufwand für die Arbeiten an den Grünanlagen sukzessive zu drosseln. Dafür hat man schon im vergangen Jahr damit begonnen, die pflegeintensiven Hecken zwischen Schwimmbereich und Liegewiese peu á peu zu entfernen. Heuer wurden die Büsche am 25-Meter-Becken durch einen Holzzaun ersetzt. Saniert wurde zudem der Beachvolleyballplatz. Die Spielfläche bekam eine neue Einfassung und wurde mit 26 Tonnen Sand aufgefüllt. Ganz wichtig: Das Hallenbecken inklusive Wärmebereich ist für die Freibadbesucher benutzbar. „Das ist bei vielen Leuten noch gar nicht richtig angekommen“, bedauert „Rigi Rutsch´n“-Fördervereinsvorsitzender Werner Jungwirth. Im Zusammenhang mit der Preiserhöhung bei den Saisonkarten (die Grundtarife bleiben gleich) habe es diesbezüglich einige Nachfragen gegeben. „Im Großen und Ganzen war die Resonanz auf die Neuen Preise aber positiv“, betont Haberl.

Endgültig vom Tisch sind die Überlegungen nach witterungsabhängigen Öffnungszeiten. Die Gemeindewerke wollen stattdessen ein „stabiles Angebot“  gewähren: „Als Gast will ich doch nicht vorher im Internet recherchieren müssen, ob das Freibad wirklich auf hat“, meint Haberl. Auch bei schlechterem Wetter biete die „Rigi Rutsch’n“ eine „schöne Atmosphäre“: „Bei Regen zu schwimmen finde ich persönlich zum Beispiel herrlich. Man hat das Bad dann ganz alleine für sich“, schwärmt die Gemeindewerksleiterin. Bei einer Zuzahlung von 10 Euro können die Freibadbesucher auch die Saunalandschaft nutzen.

Keinerlei Beeinträchtigungen für den Sommerbadebetrieb soll im Übrigen der Bau des ambulanten Rehabilitationszentrums im Dachgeschoss des „Rigi Rutsch’n“-Hauptgebäudes haben. Die Baupläne liegen derzeit im Landratsamt zur Begutachtung. „Wir hoffen auf einen baldigen Abschluss des Genehmigungsverfahrens“, erklärt Haberl. Die aufwendigeren Bauarbeiten sollen in der Revisionszeit im Herbst, also nach der Sommersaison erfolgen.

Von Bernhard Jepsen
(Weilheimer Tagblatt, 17.05.2018)